20 Dezember, 2025 Keine Kommentare

Der Koran aus der Sicht des Großen Propheten (sas)

Nach dem Heiligen Koran ist keine andere Quelle mehr so gut geeignet, um über dieses Buch und seine Besonderheiten zu erfahren, als das, was der  große Botschafter, der von Gott, dem Höchsterhabenen für den Empfang der Offenbarung für würdig befunden wurde und dieses Offenbarungswort den Menschen, ohne irgendetwas davon wegzulassen, hinzuzufügen oder zu ändern, verkündet hat.[1] Daher können die Aussagen des geehrten Muhammad Ibn Abdullah (sas) über den Heiligen Koran als eine der notwendigen Quellen für die Bekanntschaft mit dem Heiligen Koran, seinen besonderen Merkmalen und dem Rang, den er im Islamischen Denken einnimmt, verstanden werden.

 

In diesem Artikel wird versucht, mit einem – wenn auch kurzen – Blick auf einige Worte des Großen Propheten (sas), welche zum Thema „Heiliger Koran“ in den Büchern der islamischen Überlieferung wiedergegeben werden, die Bedeutung dieses Offenbarungsbuches aus der Sicht des Letzten Botschafters Gottes, welcher als Letzter göttliche Offenbarung empfangen hat, darzulegen. 

 

  1. Der hohe Rang des Heiligen Korans

 

Die eigentliche Wahrheit eines Ausspruches besteht nicht in der Aneinanderreihung von Wörtern und Sätzen, die  jemand als erstes hört, sondern jedes Wort in einem Ausspruch ist in Wirklichkeit ein erhellender  Ausdruck, der entsprechend seiner  Stellung das unsichtbare Innere seines Sprechers enthüllt  und es aufgrund seiner Aussagefähigkeit deutlich macht. Auch wenn  Aussprüche in Gestalt von Wörtern getan werden, so sind sie immer in die engen Grenzen dieser Wörter und der Sprache eingesperrt, und daher können sie nicht das ganze Wesen ihres Sprechers enthüllen und ihn mit seinem ganzen Wesen verdeutlichen. Dennoch hat das, was mit Hilfe von Wörtern und Sätzen ans Tageslicht kommt und deutlich wird, zweifelsohne eine tiefe Beziehung zu der Wesensart des Sprechers und reflektiert wie ein Spiegel  seine besonderen Attribute. Je größer das Wesen des Sprechers ist und je höher er zu stehen kommt, desto bedeutender, wertvoller und hochrangiger ist außerdem auch die Rede, welche den Schleier über seiner hohen Wahrheit lüftet. So schätzen die Menschen sowohl die Rede von Gelehrten und wertvollen Persönlichkeiten als diese selber auch.

 

Diese Regel gilt auch für den Heiligen Koran, welcher Offenbarungstext und das Wort Gottes, des Höchsterhabenen, ist. Einerseits steht der Offenbarungstext und stehen die Wörter und Sätze im Heiligen Koran in einer tiefgehenden Beziehung zu ihrem Ursprung – nämlich dem göttlichen Willen des Herrn – und machen jenseits ihrer vielfältigen Besonderheiten, die Manifestationen der Namen und der Eigenschaften jener Höchsten Wahrheit deutlich, und andererseits erreichen sie dank dieser tiefen Beziehung auf verschiedenen Ebenen einen solchen Wert und Rang, dass der Koran im Vergleich zu jeder anderen Rede an die Spitze zu stehen kommt.

 

Daher hat der Letzte Prophet (sas) auf die Größe und den einmaligen Rang des Heiligen Korans hingewiesen und ihn wie folgt beschrieben: Die Vortrefflichkeit der Rede Gottes ist im Vergleich zu jeder anderen Rede wie die Vortrefflichkeit des Herrn gegenüber Seinen Geschöpfen.[2]

 

Genauso wenig wie eines der Geschöpfe als ebenbürtig mit Gott betrachtet werden kann oder auch nur in der Phantasie als gleichrangig vorstellbar ist, kommt folglich auch keine einzige Rede hinsichtlich Sprachfertigkeit, Weisheit, Rechtleitung und Darstellung der Wahrheit auf die Stufe des Heiligen Korans zu stehen.

 

Da Gott, der Höchsterhabene, die Quelle, der Ursprung und die Wahrheit ist, und jenseits dieser unendlichen Wahrheit keine Rechtleitung, wahre Weiterentwicklung und Seligkeit denkbar sind, ist auch der Heilige Koran, von dem Strahlen der Manifestation dieser prächtigen Wahrheit ausgehen, für den Menschen der Beginn des Weges zu dieser absoluten Wahrheit und ist der Koran für ihn der perfekte Wegweiser, um die grenzenlose Vollkommenheit  zu erkennen und sich mit ihr zu verbinden.

 

1- Der Heilige Koran – das ehrenwerte Buch Gottes

 

Einer Sache oder Person respektvoll zu begegnen und als ehrenwert zu betrachten, kann als ein fest verankertes menschliches Verhalten bezeichnet werden, welches – auch wenn es aus verschiedenen Gründen, wie Angst, Abhängigkeit, Vorteilhaftigkeit oder auch Wertschätzung und Ähnlichem geschieht, dennoch in Wirklichkeit in der Fitra (der Gott gegebenen Natur) verwurzelt ist.

 

Hierbei erkennt der Mensch ganz richtig, dass falls er nicht mit etwas Höherem in Beziehung steht oder keinen Sinn in seinem Leben sieht, dieses Leben überhaupt völlig wertlos und unbedeutend wird und nicht mehr der  Menschenwürde entspricht. Daher ist die „Entdeckung des Lebenssinnes“ eines der wichtigsten Dinge, nach dem die Menschen suchen, und sie wissen bei der wertvollen Bemühung um sie  den wahren Sinn und alles, was das menschliche Leben sinnvoll werden lässt, zu schätzen, so dass  sie die Respektlosigkeit gegenüber der Sphäre der Sinngebung, als Respektlosigkeit gegenüber dem Ursprung des Sinns betrachten und sie verwerfen.

 

Die Religion Gottes ist jene edle, hohe Sphäre, welche diese menschliche und natürliche Eigenschaft mit der Erkenntnis von der höchsten Sinneswahrheit und ihrer Erreichung vermengt und das Leben der Menschen von der niedrigen Stufe eines Instinktlebens hinaufführt zu den Gipfeln eines bewussten, selbst gewählten und letztendlich von Gottesliebe geprägten Lebens. 

 

Die Erkenntnis über Gott, den Allerhöchsten, als den Ursprung und die grenzenlose Sinneswahrheit des Daseins sowie der Glaube an die Propheten und die göttliche Lehre als Weg und ein Wegführer für die Menschheit, der sie zum Gipfel des menschenwürdigen und Gott gewollten Ranges führt, erfüllt das Leben des Menschen dermaßen mit Sinngebung, dass ihm keiner seiner Bereiche mehr sinnlos und ohne Inhalt erscheinen und er sich immer in dem  mächtigen Anziehungsfeld der unendlichen Vollkommenheit verspüren wird. Daher bringt ein bewusster, kundiger Mensch Gott, dem Höchsterhabenen, und jenem, den Er gesandt hat und dem, was als Offenbarungsbotschaft herab gesandt wurde, Hochachtung und Respekt  entgegen, und behandelt sie würdevoll.

 

Der Heilige Koran ist das letzte heilige  Offenbarungsgeschenk, welches wie ein starkes Tau von der göttlichen Herrlichkeit auf das Niveau der materiellen Welt hinunter gelassen wurde, damit diejenigen die auf der Suche nach der Wahrheit sind und den Weg der hohen Sinngebung des menschlichen Lebens gehen, von der niedrigen Stufe des Naturreiches in Richtung der Höchsten Wahrheit empor gehoben werden. Deshalb ist der Heilige Koran, der die Lehre und Ausdruck des göttlichen Willens des Erschaffers und Herrn des Daseins und ein Mittel zum Aufstieg des Menschen bis in die Nähe Gottes ist, für diejenigen, die mit der Wahrheit und dem höheren Sinn des Daseins Bekanntschaft geschlossen haben, nach der Heiligkeit Gottes das Heiligste und Ehrenwerteste.

 

Der Große Prophet, Hadrat-i Muhammad ibn Abdullah (sas), sagt diesbezüglich:

 

Der Koran ist nach Gott das Beste und Höchste. Wer den Koran in Ehren hält, hat Gott Ehrerbietung erwiesen, und wer die Heiligkeit des Korans nicht beachtet, der hat Gott gegenüber eine Respektlosigkeit begangen. Die Achtung  des Korans ist vor Gott wie die Achtung eines Kindes gegenüber dem Vater.[3]

 

Diesem Wort des Propheten (sas) ist zu entnehmen, dass die Ehrung des Korans, als eine Widerspiegelung des göttlichen Willens und ein Wegführer zur Wahrheit und zum Lebenssinn, in Wahrheit die Ehrerbietung gegenüber der Heiligkeit Gottes und der Sinnwahrheit des Daseins gilt.

 

Zu dem Vergleich zwischen der Ehrung des Korans und der notwendigen Achtung des Vaters seitens seines Kindes lässt sich wie folgt sagen: Genauso wie die Existenz eines Kindes auf dieser Welt erst durch die Existenz seiner Eltern denkbar ist und die Moral und Fitra den  Respekt vor dem Vater, von dem ein Mensch stammt, verlangt, ist es der Lehre der Offenbarung zu verdanken, die dem Menschen in Gestalt des Heiligen Korans zur Verfügung gestellt wurde,  wenn er in die Welt der Sinngebung hineingeboren wird. Von daher wird auch der Respekt gegenüber der Offenbarung als natürliches Erfordernis betrachtet.  Zudem symbolisiert der obige Vergleich die emotionalen, moralischen und erzieherischen Momente der Beziehung des Menschen zum Koran und zu Gott, dem Höchsterhabenen.  

 

2-Der Heilige Koran, das erste rechtleitende Erbe des Propheten

 

Der Prophet (sas) ist jenseits seiner Prophetenschaft, auch ein Mensch[4], der in der stofflichen Welt gemäß deren Gesetzen lebt, und dessen diesseitiges Leben daher zusammen mit den anderen Menschen schließlich mit dem Tod endet. Indessen stand und steht nach dem Ableben des Großen Propheten (sas) der Heilige Koran als Offenbarungsbuch und als wichtigstes Dokument der letzten Gottesreligion weiterhin den Menschen zur Verfügung.

 

Zudem haben alle Texte, die mit dem menschlichen Aufnahmevermögen korrespondieren, die Eigenschaft, auslegbar zu sein, und auch der Koran weist dieses Merkmal auf. Diese besondere Eigenschaft hat zur Folge gehabt, dass nach dem Verscheiden des Propheten (sas), der als Erster die im Koran enthaltene Kunde darlegte[5], die islamische Gesellschaft und alle, die die Lehren des Korans verstehen wollen, Dutzenden wenn nicht Hunderten von Auslegungen des Inhaltes dieses Heiligen Buches begegnen, wobei womöglich einige von diesen Exegesen sich gegenseitig widersprechen oder andere mit dem  Originaltext  einen Widerspruch bilden. Daher drohte nicht nur Verwirrung auf dem Gebiet der Korankunde, sondern wegen Fehlen einer als Richtschnur dienender  Exegese des Heiligen Korans bestand die Gefahr, dass zahlreiche Versionen der Islampraktizierung hervorgerufen werden, die eine jede aus einer anderen Auslegung des Offenbarungstextes hervorgegangen ist.

 

Aber eine der berühmtesten und wertvollsten Überlieferungen unter den Zitaten des Großen Propheten (sas), welche als Hadith al Thaqalain (Hadith der beiden Gewichtigen) bekannt wurde, handelt von der Verbindung zwischen dem Heiligen Koran und der Familie des Propheten als die Instanz für die „als Maßstab dienende Lesart des Korans“. 

 

Dieses Hadith lautet: Ich hinterlasse euch zwei Dinge. Solange ihr euch an diesen beiden festhaltet, werdet ihr nie in die Irre gehen. Das eine ist der Koran und das andere meine Familie.[6]

 

In diesem Hadith des Propheten (sas) macht er die Fortsetzung der Rechtleitung und die Vermeidung des Abirrens von der laufenden, gleichzeitigen und eng miteinander verbundenen Zuhilfenahme sowohl des Heiligen Korans als auch seiner `Itrat, seines Hauses (der Ahl-i Bait) (a) abhängig.

 

Dieser Hadith verdeutlicht der Rang des Heiligen Korans als das authentische Dokument für die Rechtleitung und als die erste Hinterlassenschaft des Propheten (sas). Bleibt also nur noch die Frage bestehen, welchen Platz die Nennung der Familie des Propheten in diesem Hadith einnimmt, und was der Grund und das Besondere an ihrer Nennung ist.

 

Zweifelsohne wird in dem Wort des Propheten nicht nur der Heilige Koran bestätigt, sondern dieses Offenbarungswort wird als Buch für die Rechtleitung der Menschen vorgestellt. Sollte die Hervorhebung der Familie des Propheten auf eine Eigenschaft hinweisen, die nichts mit der Eigenschaft, rechtleitend zu sein, zu tun hat, dann würde dieser Hadith aus zusammenhanglosen Teilen bestehen, wodurch er nicht mehr verständlich wäre und seinen Sinn verlöre. Indessen ist dieses Prophetenwort von seiner sprachlichen Struktur und dem Inhalt her völlig zusammenhängend und ergibt einen Sinn. Also muss zwischen dem Text des Heiligen Korans und der Familie des Propheten eine Rechtleitung hervorrufende Beziehung vorliegen, die diese beiden Hinterlassenschaften auf eine Weise miteinander verknüpft, dass die Nutzung der Rechtleitung nur durch die anhaltende und gleichzeitige Heranziehung von beiden möglich ist. Tatsächlich lässt sich dies inhaltlich aus dem Prophetenwort entnehmen.

 

Daher lässt sich sagen, dass gemäß diesem Hadith des Propheten (sas), die Rolle seiner Familie darin besteht, die Aufgabe der Darlegung des Heiligen Korans  fortzusetzen, welche der Prophet zu seinen Lebzeiten innehatte. Somit stellt die Erklärung des Offenbarungsbuches  durch die Familie des Propheten (a) oder die Darlegung der Methode, die anzuwenden ist, um ihn zu verstehen und zu deuten, jene Lesart dar, welche die Richtschnur für die Beurteilung darüber bereitstellt, ob die anderen Kommentare und die verschiedenen Lesarten die zum Heiligen Koran vorgelegt wurden und werden, richtig sind oder falsch, und die seinen generellen Bezug zur Rechtleitung auf der Denk- und Handlungsebene gewährleistet.

 

Diesem Hadith können folgende besondere Eigenschaften der `Itrat entnommen werden:

 

  1. Die Familie des Propheten gilt als die zweite Hinterlassenschaft des Propheten und nach dem Heiligen Koran die zweite Stütze für die Rechtleitung der der Menschen.

  2. Es wird deutlich, dass die Prophetenfamilie für immer mit dem Heiligen Koran verbunden ist, so dass jegliche „Rechtleitung“, die vom Inhalt des Heiligen Korans abgeleitet wird, jedoch im Gegensatz zur Darlegung und der Vorgehensweise, welche die Familie des Propheten lehrt, steht oder ihr widerspricht, gar keine Rechtleitung ist.

  3. Wenn die Ableitung aus dem Inhalt des Heiligen Korans mit den Lehren der Prophetenfamilie (a) übereinstimmt, hat sie nicht nur Rechtleitung zur Folge, sondern ist auch ein Garant dafür, dass nicht vom Text der göttlichen Rechtleitung abgewichen wird.

Diese beiden rechtleitenden Hinterlassenschaften des Propheten (sas) werden unter keinerlei Vorwand voneinander trennbar sein, so dass es falsch ist zu denken, die Rechtleitung im Koran erübrige die Rechtleitung der Familie des Propheten (a) und ebenso falsch ist, sich einzubilden, die Wegweisungen der Familie des Propheten (a) würden genügen und der Inhalt des Korans und das Offenbarungswort nicht mehr benötigt. Zwangsläufig entfernt ein solcher Irrtum den Menschen von der Rechtleitung  und treibt ihn an den Abgrund zur Vernichtung.  

 

3-Der Heilige Koran – Führer des Menschen zur Seligkeit

 

Die offenbarten, rechtleitenden Lehren des Heiligen Korans  beschränken sich nicht auf die Regelung der Beziehung des Menschen zu Gott, sondern betreffen alle Seiten seines Lebens. Da der Heilige Koran die jenseitige Welt als Fortsetzung des irdischen Lebens und die Manifestation des Ergebnisses des diesseitigen Lebens vorstellt, hat er den Menschen bei der Gestaltung eines menschlicheren und würdigeren Lebens im Diesseits nicht sich selber überlassen, sondern er fasst im Rahmen seiner Lehre gleichzeitig und ausgeglichen den positiven Aufbau dieser und der jenseitigen Welt ins Auge.

 

Auch wenn der Glaube an den Heiligen Koran und das Bekenntnis, dass seine Lehren geoffenbart wurden, eine Voraussetzung dafür sind, in den Genuss der Wegeführung dieses Himmelsbuches zu gelangen, so genügt das noch nicht um dieses Ziel zu erreichen. Die vollständige Nutzung der Lehren des Korans und die Erreichung des wünschenswerten Ergebnisses, welches die Offenbarungslehren des Korans dem Menschen verheißen, hängen davon ab, dass der Gläubige den Koran als Leitfaden für sein Leben betrachtet und sich in allen seinen Lebensbereichen mit Leib und Seele von ihm führen lässt; das bedeutet, dass er stets sein Denken und sein Handeln mit den Prinzipien, welche der Heilige Koran lehrt, vergleicht und aufgrund ihrer beurteilt  und sich bei seinen Entscheidungen nach der Anleitung der Lehre des Korans orientiert.

 

Auf die Frage eines Wegbegleiters, wie sich der Mensch in der Not und bei schwierigen Lebensumständen retten kann, antwortete der Große Prophet (sas) wie folgt: Ihr müsst euch an den Koran wenden, denn jeder, der den Koran [zu seinem Führer wählt und ihn] vor sich stellt, den wird der Koran leiten und zum Paradies bringen[7]

 

Gemäß diesem Hadith hat der Erhabene Prophet (sas) den Heiligen Koran als Wegweiser zum Paradies für seine Befolger bezeichnet. Allerdings setzt diese Führung voraus, dass jemand sich für die Anführung und Lenkung des Korans entscheidet und ihr treu bleibt. Denn nur dann wird der Koran aus dem Abseits des Denkens und Handelns des Menschen mitten ins Leben geholt und übernimmt seine Rolle bei der Belebung von Herz und Seele des Menschen.[8] Die Führung durch den Koran anzuerkennen, bedeutet, dass der Koran in allen Denk- und Handlungsbereichen des Menschen zur zentralen Achse wird und dass Seele und Verstand sich ständig mit dem Koran austauschen. Dieser Austausch beginnt auf der Ebene der emotionalen Beziehung zur Offenbarung und setzt sich bis zu den hohen Ebenen des Denkens, des Glaubens und des Handelns fort.

 

Der Koran heilt die immateriellen Leiden des Menschen

 

Die Gottesreligionen, insbesondere der Islam, betrachten den Menschen als ein Wesen, dessen Ursprung der göttliche Wille ist und das mit derartigen Fähigkeiten erschaffen wurde, dass er die Eigenschaften Seines Schöpfers und Herrn, soweit es seine  menschliche Kapazität zulässt, widerspiegeln und ihn auf der Erde vertreten kann.  Er besitzt einen Geist, dem ihm Gott eingehaucht hat, sowie einen stofflichen Leib, und beide bringen für ihn verschiedene Erfordernisse mit sich. Das materielle Leben des Menschen und seine Gewöhnung an die besonderen Merkmale dieser Welt, vereinnahmen den Menschen derartig, dass er manchmal seine göttliche und immaterielle Sphäre völlig abstreitet oder manchmal vergisst und außer Acht lässt. Aber die Wahrheit, dass die materielle Welt und die metaphysische und immaterielle Seite des Menschen miteinander verbunden sind, ist zu groß, als dass sie, auch wenn sie geleugnet und vergessen wird, keine Spuren im Leben des Menschen hinterlassen würde.   

 

Eine der ersten Botschaften der Himmelsreligionen, insbesondere des Islams, der die letzte Religionslehre Gottes ist, lautet, dass der Mensch dieser spirituellen und göttlichen Seite Aufmerksamkeit schenken soll. Denn die Menschen erkennen zwar schnell wegen ihrer anhaltenden engen Beziehung zum materiellen Leben und seinen Erfordernisse die Leiden und Mängel und Hindernisse des Lebens in dieser Welt  und sind um ihre Beseitigung und um die Lösung der Probleme in ihrem Leben gemüht, aber die Zahl derjenigen unter der Menschheit, die parallel zu der materiellen Seite, auch ihre metaphysische und göttliche Seite beachten und ihre immateriellen Leiden erkennen können und sich um ihre Heilung kümmern, ist sehr gering.

 

Der Heilige Koran hat daher, nachdem er den Menschen den metaphysischen  Bereich  seines Wesens bewusst werden lässt, einerseits auf die immateriellen Leiden und Probleme aufmerksam gemacht und andererseits ihm die Wege zur Heilung dieser Leiden gezeigt. Freilich führt die Heilung der spirituellen Leiden des Menschen zur Heilung vieler Leiden seiner stofflichen Existenz und ermöglicht es ihm, in den Genuss eines Lebens zu gelangen, in dem auf einer höheren Ebene das Materielle und Immaterielle miteinander verbunden sind.

 

Aus diesem Grund hat der Koran sich selber als „Schifa“ als „Heilung“ vorgestellt:  Und Wir offenbaren vom Koran, was für die Gläubigen Heilung und Barmherzigkeit ist;…[9].

Auch hat der Große Prophet (sas) auf diesen Punkt hingewiesen und gesagt: Der Koran soll euch Pflicht sein, denn er ist hilfreiche Heilung und segensreiche Arznei; der Wächter für jemanden, der sich an ihm festhält, und der Retter für jemanden, der ihn befolgt.[10]

 

Der Heilige Koran ist in den Augen des Propheten nicht nur eine Heilung, die dem Menschen im Laufe der Behandlung keinen Schaden zufügt, sondern die Vorzüge des menschlichen Lebens vermehrt und ihm einen Gewinn beschert. Denn der Heilige Koran verhilft der göttlichen Seite des Menschen durch die Heilung seiner immateriellen Beschwerden nicht nur auf ein höheres Niveau, sondern befreit auch sein weltliches Leben aus der Sinnlosigkeit  und richtet sein ganzes Denken und Handeln auf die ewige Glückseligkeit aus. Durch die Verknüpfung seines weltlichen Lebens mit dem jenseitigen ruft er zwischen diesen beiden Dimensionen seines Wesens eine Übereinstimmung hervor, befreit ihn auf diese Weise aus der Ratlosigkeit über den Lebenssinn und aus der Ungeduld gegenüber dem Auf und Ab des Lebens und trägt direkt zu einer besseren Lebensqualität des Menschen im Diesseits bei.

 

Entsprechend diesem Wort des Propheten (sas) wird der Koran nicht nur als ein Heiliges Buch und religiöser Text sondern als lebendiger Wegführer zur Heilung der Herzen, zum Schutz der Seele und zur immateriellen Rettung des Menschen, vorgeführt. Dieses Zitat des geehrten Propheten (sas) macht den Heiligen Koran als ein Buch der Rechtleitung für die Menschen bekannt, indem es ihn als geeignetes Buch vorstellt, welches sich positiv auf die verschiedenen Aspekte des alltäglichen Lebens der Menschen auswirkt, und indem es, statt für das stoffliche Leben des Menschen, für die geistigen, seelischen, moralischen und sozialen Bereiche seines Lebens seine Heilfunktion verdeutlicht.

 

Der Heilige Koran sagt, dass die menschliche Seele Ruhe aus dem Gedenken an Gott, den Höchsterhabenen, schöpft[11], und da er selber das Wort Gottes ist, wirkt es auch beruhigend und erfrischend, ihn zu lesen und über seine Verse nachzudenken. Insbesondere in unserer heutigen Welt, die angefüllt ist mit Sorgen und allen möglichem Stress, kann das Vertraut-Sein mit dem Koran, das Rezitieren oder auch nur das Hören seiner Verse einen Rückgang seiner  Besorgnisse, des Drucks auf seine Seele und seiner durch Aufregung hervorgerufenen körperlichen Beschwerden bewirken. So stärkt die Lehre des Korans über Geduld, Hoffnung und die Verheißung eines schönen Lohnes für die Geduldigen, die Ausdauer des Menschen gegenüber Leiden im Leben und hilft dabei, sie zu überwinden.[12]

 

Die Notwendigkeit, sich zu beraten[13], die Beachtung der Gerechtigkeit[14], die Berücksichtigung der Rechte anderer[15], und die Notwendigkeit, auf Wahrhaftigkeit zu achten[16] sind Grundsätze, die der Heilige Koran lehrt und die dem Menschen Anleitung für tägliche Entscheidungen und die Regelung seiner Beziehungen im privaten Bereich und in der Gesellschaft geben, um ihm zu sachkundigen Entscheidungen zu verhelfen, seine Zweifel zu reduzieren und ihn auf den Weg zu einem Leben auf höherer Stufe zu führen.   

 

Ebenso wird dank der Lehre, dass der Mensch sich auf gute Weise ausdrücken und Gutes zu den anderen sagen soll[17] und dass er sich davon enthält, in Abwesenheit von jemandem etwas über ihn zu sagen, womit dieser nicht einverstanden ist,[18] sowie dank weiterer Lehren des Korans, die Moralität einer Person verbessert und werden ihre sozialen Beziehungen gesünder, und auf diese Weise wird der Entstehung von Problemen vorgebeugt oder es werden Wunden in den menschlichen Beziehungen geheilt, von Rachesuche wird Abstand genommen, während die Achtung der anderen und die soziale Verbundenheit wächst. 

 

5-Der Koran ist Maßstab zur Beurteilung der Richtigkeit der Äußerungen von religiösen Führern

 

Wie bei den anderen Gottesreligionen, so gelten auch in der islamischen Denkweise die Worte des Propheten und der rechtschaffenen Religionsführer immer als eine Stütze für das Religionsverständnis und als Quellen zur Auslegung der Heiligen Offenbarungstexte und der elementaren Lehren des Islams.  Dennoch ist dieses große Erbe immer aus zwei Gründen der Gefahr ausgesetzt, verfälscht oder ausgenutzt zu werden. Erstens haben einige, ob nun in aufrichtiger oder unaufrichtiger Absicht, aufgrund der Bedeutung, die dieses Erbe für die Gläubigen hat, versucht, ihre eigenen Wunschvorstellungen und Gedanken den Propheten oder den rechtschaffenen Religionsführern zuzuschreiben, um auf diese Weise das, was sie selber sagen, wirksamer zu machen und an ihre Ziele zu gelangen, ob diese nun gut oder schlecht sind.

 

Zweitens wurden manchmal die Aussprüche des Propheten und der rechtschaffenen Religionsführer, deren Weiterleitung traditionell immer mündlich erfolgte, von denjenigen, die sie gehört hatten, nicht richtig verstanden oder nicht richtig weitergegeben.

 

Aus diesen beiden Gründen wurden nicht nur einige inkorrekte Deutungen der Zitate des Großen Propheten (sas) und der anderen Religionsführer verbreitet, sondern florierte auch der Markt für gefälschte Berichte und fingierte Überlieferungen. Das kam bereits zu Lebzeiten des Propheten (sas) vor, als einige Leute ihm haltlose Aussprüche zuschrieben, so dass der Propheten (sas) persönlich auf dieses  Verhalten reagierte.[19] Um dieser Schwierigkeit entgegenzuwirken wurde ein klarer Maßstab zur Differenzierung der wahren Überlieferungen des Propheten (sas) oder der anderen religiösen Führer von den Überlieferungen mit falschem Inhalt notwendig. 

 

Der Große Prophet (sas) hat den Heiligen Koran als diesen klaren Maßstab vorgestellt und gesagt: Ihr Menschen, wenn etwas von mir für euch überliefert wird, so wisset, dass ich es gesagt habt, falls es mit dem Koran übereinstimmt, und dass ich es nicht gesagt habe, falls es dem Inhalt des Korans widerspricht.[20]

 

Dieses Wort des Propheten festigt nicht nur die wahre und zentrale Position, die der  Heilige Koran für das Verstehen der Offenbarungslehren einnimmt, sondern begründet auch ein wichtiges Prinzip für die Methodik zur Beurteilung von Überlieferungen. Dieses Prinzip beweist, dass die Vorgehensweise des Propheten  immer vollständig im Einklang mit dem Himmelsbuch steht.  Daher hat ein Bericht, der über den geehrten Propheten (sas) oder über die rechtschaffenen religiösen Führer tradiert wurde, niemals etwas mit ihnen zu tun und ist sofort abzulehnen, falls er nicht mit den Lehren des Korans übereinstimmt oder ihnen widerspricht. 

 

So kommt es, dass die muslimischen Denker in den verschiedenen Disziplinen der Religionswissenschaften darunter Ilm Usul al Fiqh[21] und `Ilm al Hadith[22],  dieses Wort des Propheten als eines der Kriterien  für die Überprüfung und Wiedergabe von Ahadith betrachten und eine neue Lektion unter der Bezeichnung Ard al riwayat ila al Mushaf – eingerichtet haben, was bedeutet, dass Überlieferungen dem Koran „vorgelegt“ werden.

 

6-Der Koran ist ein Buch fürs Leben

 

Der Heilige Koran enthält Lehren für die Moral, das Denken und das Handeln. Einige davon werden vor einem geschichtlichen Hintergrund dargeboten, andere im Rahmen von Allegorien dargestellt und wiederum andere unmittelbar angeführt. Generell zeichnen sich diese Lehren dadurch aus, dass sie sich auf das Leben des Menschen in zwei Sphären beziehen: die materielle und die metaphysische. Daher kann der Heilige Koran nicht als Text betrachtet werden, der nur zum Lesen herab gesandt wurde. Vielmehr ist das Lesen und Rezitieren des Korans der einleitende Schritt für den Empfang seiner das Leben gestaltenden Lehren.[23] 

 

Einmal fragte jemand den Erhabenen Propheten (sas), was Gläubige tun sollen, wenn sie im Leben in Schwierigkeiten geraten, bei denen sie nicht wissen, wie sie sich aus der Situation befreien können. Der Prophet (sas) antwortete: Das wertvolle Buch Gottes wird helfen: das Buch, in das von keiner Seite aus das Falsche Einlass findet und das von Gott, dem Weisen und Gepriesenen, herab gesandt wurde [24]

 

Die nähere Betrachtung dieser Überlieferung und der Frage und deren Beantwortung, die darin vorkommen, zeigen, dass der Heilige Koran in den Augen des Erhabenen Propheten (sas) ein Buch ist, welches neben seiner inhaltlichen Festigkeit, die auf seinen Offenbarungsursprung zurückgeht, auch ein Buch ist, welches, wenn es im Leben der Gläubigen in die Tat umgesetzt wird, diese aus Schwierigkeiten und den verschiedenen gedanklichen Wirbeln und die Moral und das Handeln gefährdenden Strudeln befreien.    

 

Dieser Hadith zeigt auch, dass das bloße Verlesen der Worte und Sätze im Heiligen Koran für die Rettung des Menschen aus den Wirren des diesseitigen Lebens noch nicht ausreicht, auch wenn es als notwendige Voraussetzung gilt. Vielmehr helfen die verschiedenen Lehren für das Denken, die Moral und das Handeln erst dann dem Menschen aus den Schwierigkeiten des Lebens heraus, wenn sie von der Theorie auf die Praxis übertragen werden.

 

Daher gibt es in den Quellen für islamische Überlieferungen auch Ahadith, die bezüglich auf die Folgen warnen, die sich aus einer Nichtbeachtung des Korans in der Praxis beziehen, und zwar heißt es, dass dem Menschen, wenn er den Koran in der Praxis außer Acht lässt, der praktische Segen des Heiligen Koran verwehrt bleibt und er auf der Arena des Lebens nicht in den Genuss  der Wirkungen der göttlichen Barmherzigkeit gelangt. 

 

Aus der Summe der Zitate des Erhabenen Propheten (sas) lässt sich der Rückschluss ziehen, dass ein gläubiger Mensch verantwortungsbewusst auf die Lehren des Heiligen Korans blicken und darum bemüht sein muss, durch Anwendung dieser Lehren in den verschiedenen Bereichen seines Lebens, den Segen für das Denken, die Moral und das Handeln, welchen der Koran beschert wiederzubeleben, damit sowohl er selber als auch die Gesellschaft, in der er lebt, in den Genuss eines höheren Niveaus der Moral und des Denkens und einer Sicherheit, die dank Beachtung der Grenzen für Ethik und Handeln gewonnen wird, kommen.

 

[1] Zahlreiche Verse des Heiligen Korans bezeugen, dass der Große Prophet (sas) niemals auch nur ein Wort des Korans weggelassen oder hinzugefügt hat. Er hat nachweislich auch nie die Offenbarungswörter umgestellt und den Inhalt der Offenbarung in einer anderen Zusammensetzung verkündet.  Zu den Beispielen für solche Verse gehören die Verse 44 bis 46 der Sure (69) Haqqa sowie die Verse: „Und er redet nicht aus (eigener) Neigung. Es ist nur eine Offenbarung, die eingegeben wird. Belehrt hat ihn der Besitzer starker Kräfte“, Sure (53) Nadschm.

 

[2] Muhammad ibn Scha`iri, Dschami ul  Achbar wal Athar, Bd. 1, S. 182.

 

[3] Muhammad ibn Muhammad Scha`iri, Dschami ul Achbar, S. 40.

 

[4] Sure (18) Kahf, Vers 110: „Sag: Gewiss, ich bin ja nur ein menschliches Wesen gleich euch; mir wird (als Offenbarung) eingegeben, dass euer Gott ein einziger Gott ist. Wer nun auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, der soll rechtschaffen handeln und beim Dienst an seinem Herrn (Ihm) niemanden beigesellen“.

 

[5] Sure (16) Nahl, Vers 44: „…Und Wir haben zu dir die Ermahnung (den Koran) hinab gesandt, damit du den Menschen klar machst, was ihnen offenbart worden ist, und auf dass sie nachdenken mögen.“

 

[6] Hakim Neyschaburi Muhammad ibn Abdullah, al Mustadrak ala al Sahihain, Bd. 5, Seite 367; Seyyed Muhammad Baqir Muwahhid Abtahi, Dschami al Achbar wal Athar, Bd. 1, S. 94.

 

[7] Hasan ibn Muhammad Dailami, Irschad al Qulub, Bd. 1, S. 8; mit etwas Unterschied : Sulaiman ibn Ahmad al- Tabarani, Al Mu`dscham al Kabir, Bd. 10 , S. 198;  Ala al din Ali ibn Husam al din al-Muttaqi al Hindi, Kanz ul Ummal, Bd. 1, S. 516.

 

[8] Sure (8) Anfal, Vers 24:  „O die ihr glaubt, leistet Allah und dem Gesandten Folge, wenn er euch zu dem aufruft, was euch Leben gibt!…“.

 

[9] Sure 17 ) Isra, Vers 82.

 

[10] Hasan ibn Ali (a), Tafsir Al Mansub ila al Imam ul Askari, Al Nas, S. 14; Seyyed Muhammad Baqir Muwahhid Abtahi, Dschami` ul Achbar wal Athar, Bd. 1, S. 432.

 

[11] Sure (13), Vers 28.

 

[12] S. Sure (2) Baqara, Verse 155-157.

 

[13]  Sure (3) Al-i Imran, Vers 159.

 

[14] Sure (5) Maida, Vers 8.

[15] wie gemäß dem längsten Vers des Korans, Vers 282 der Sure (2) Baqara.

 

[16] Sure (9) Tauba, Vers 119.

 

[17] Sure (2) Baqara, Vers 83: „…und sagt Gutes zu den Menschen…

 

[18] Sure (49) Hudschurat, Vers 12.

 

[19] s. Ahmad ibn Ali Nesai, Sunan al Kubra, Bd. 3, S. 458; Muhammad ibn Ya`qub Kulaini; Kafi, Bd. 1, S. 62.

 

[20] Ahmad ibn Muhammad ibn Chalid Barghi, Al Mahasin, Bd. 1, S. 221.

 

[21] Ilm-i Usul-i Fiqh ist eine Wissenschaft, die sich mit den  gemeinsamen Elementen der religionsrechtlichen Schlussfolgerungen beschäftigt, und ein Rechtsgelehrter verwendet diese gemeinsamen Bestandteile als Beweis für generelle Gesetze der islamischen Jurisprudenz (s. Seyyed Muhmmad Baqir Sadr, Buhuth fi Ilm al Usul, Bd. 1, S. 31). 

 

[22] Ilm al Hadith wird in die beiden Fächer  Riwayatul al-Hadith und Dirayat al Hadith aufgeteilt. Riayat ul Hadith ist eine Wissenschaft, welche sich mit der Sammlung von Überlieferungen beschäftigt, in denen Aussprüche oder charakterliche oder moralische Eigenschaften oder Ähnliches dem Propheten oder den anderen rechtschaffenen Anführern der Religion zugeschrieben worden sind.  Unterdessen wird unter Dirayat al Hadith eine Wissenschaft  verstanden, die die Belege für die Überlieferungen  und die Kriterien für ihre Akzeptanz bzw. ihre Nicht-Akzeptanz und die Verständlichkeit der Ahadith behandelt; (s. Abdul Madschid Ghauri, Mu`dscham al Mustalahat al Haditha).

 

[23] Sure (8) Anfal, Vers 24: „O die ihr glaubt, leistet Allah und dem Gesandten Folge, wenn er euch zu dem aufruft, was euch Leben gibt…“.

 

[24] Muhammad ibn Mas`ud Ayyaschi, Tafsir Ayyaschi, Bd. 1, S. 6.

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